Vorträge 2025/2026
Der Historische Verein lädt Sie zur nächsten
Vortragsreihe ein.
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Allgemeine Hinweise:
Der Vortrag am 11.12.2025 ist im Kreishaus Ludwigsburg, Hindenburgstr 40 Konferenzzone Kleiner Sitzungssaal, Ebene 4.
Alle anderen Vorträge sind im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3.
Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.
Der Eintritt ist frei.
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Donnerstag, 08.01.2026
Sascha Schmidt M.A.
Pipeline Archäologie: 5 Jahre archäologische Untersuchungen im Kreis Ludwigsburg (2020-2025)
Donnerstag, 05.02.2026
Fritz Ludmann
Ludwigsburg mobil - Historische Autofirmen im Landkreis Ludwigsburg
Donnerstag, 12.03.2026
Dr. Roswitha Emele
Franz Seraph Stirnbrand - Maler der Mächtigen
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Zusammenfassung gehaltener Vorträge
Dr. Erich Viehöfer
Donnerstag, 11.12.2025
Wolfram Berner
55 Jahre Schullandheim Strümpfelbrunn
Zusammenfassung folgt.
Donnerstag, 13.11.2025
Dr. Erwin Frauenknecht
Elsass und Württemberg - eine jahrhundertelange Liaison
Dr. Erwin Frauenknecht hielt den zweiten Vortrag des Zyklus 2025/26. Er war Kurator der Sonderausstellung „Württemberg und das Elsass: 700 Jahre gemeinsame Geschichte“, die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart und in Riquewihr gezeigt wurde.
Württemberg war unter Graf Eberhard I. ein aufstrebendes Territorium in Südwestdeutschland. In dieser „Gründerzeit“ von Württemberg betrieb es eine nach Westen ausgerichtete Heiratspolitik. Am 7. Dezember 1324 erfolgte der Verkauf der Grafschaft Horburg und der Herrschaft Reichenweiher an Graf Ulrich III. von Württemberg. Die verhältnismäßig kleinen Gebiete werden von der Forschung als Torso eines größer geplanten Projekts interpretiert. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde eine neue Dimension erreicht, als Württemberg durch den Ehevertrag von 1397 mit Mömpelgard umfangreiche Erwerbungen an der Burgundischen Pforte erhielt. Die weitere Entwicklung war durch dynastische Beziehungen und die gemeinsame Religion bestimmt. Unter Graf Georg entstanden neue Schlösser in Reichenweiher und Horburg. Der elsässische Wein bildete ein starkes Band zwischen Württemberg und seinen linksrheinischen Gebieten. Besonders intensive Beziehungen bestanden unter Herzog Friedrich I. Die Expansion des Königreichs Frankreich erhöhte den Druck auf das Elsass, sowohl territorial (zeitweilige Besetzung) als auch religiös (Rekatholisierungspolitik). Mit dem Tod von Georg II. endete die dynastische Beziehung. 1796 fiel der württembergische Besitz endgültig an Frankreich.
Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es wieder zu einer Annäherung. Die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Montbéliard knüpfte an ihre engen historischen Verbindungen an.
Donnerstag, 09.10.2025
Anna Rudi/ Manuel Schönberg
Die Puppensammlung der Tony Schumacher
Im ersten Vortrag des Zyklus 2025/26 stellten Anna Rudi und Manuel Schönberg, zwei Volontäre des Stadtmuseums Ludwigsburg, die
Forschungsergebnisse zu der von ihnen kuratierten Sonderausstellung „Geliebt und geraubt. Puppenkosmos Tony Schumacher“ vor, die bis Ende September 2025 zu sehen war. Sie gingen anhand von 16 Puppen
der Frage nach, wie diese nach Ludwigsburg kamen und wer sie gebracht hat.
Tony Schumacher, bekannt als Kinderbuchautorin, hatte eine Sammlung von mehr als 250 Puppen aus der ganzen Welt aufgebaut. Der „exotische“ Teil kam nach Ludwigsburg und wurde erst in den 1980er
Jahren wiederentdeckt.
Das erste Fallbeispiel stammt aus China. Die Puppe wurde von der Ehefrau eines Missionars in Hongkong übergeben. Ihr kolonialer Kontext sind die Opiumkriege und der Beginn der westlichen
Einflussnahme auf China. Ein weiteres Beispiel ist eine Theaterpuppe aus Südchina; dargestellt ist ein chinesischer Gelehrter. Der mögliche koloniale Kontext ist die Anwesenheit deutscher Truppen in
Qingdao um 1900.
Das zweite Fallbeispiel stammt aus Papua-Neuguinea. Der Übergeber, Felix von Luschan, baute als Vertreter der „Physischen Anthropologie“ eine umfangreiche Schädelsammlung auf- Diese Figur wurde
eventuell bei einer Forschungsreise 1912 erworben
Die „Ulmer Dockanne“, das dritte Fallbeispiel, war Tony Schumachers Lieblingspuppe. Sie stellt eine Patrizierin in süddeutscher Städtetracht aus dem 18. Jahrhundert dar und zeigt, dass Schumacher
nicht nur außereuropäische Puppen sammelte.
Das vierte Fallbeispiel ist eine schwarze Modepuppe, eine Senegalesin aus Paris. Sie gelangte über die Familie Colin zu Tony Schumacher. Friedrich Colin war als kolonialer „Pionier“ in Westafrika
aktiv.
Die vorgestellten Puppen hatten ganz unterschiedliche Sammlungshintergründe. Ihre Überbringer waren Missionare, Militärs und Kaufleute. Als letztes Glied der Personenkette fungierten aber meist
Frauen.
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