Vorträge 2020

 

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Veranstaltungsort:

Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr.

 

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Donnerstag, 13.02.2020

Vortrag von Dr. Thomas Lang

Ein „Volkswagen“ aus Ludwigsburg.

Wilhelm Gutbrod und der Weg in die motorisierte Welt.

 

  In den 30erJahren begannen viele Unternehmen sich im Automobilbau zu engagieren. Ziel war es, ein Auto für die breite Bevölkerung anzubieten. Auf der internationalen Auto- und Motorradmesse im Februar 1933 stellten die Standard Fahrzeugwerke, Ludwigsburg, den deutschen Volkswagen, Standard Superior 500, vor.

 

  Der Referent Dr. Thomas Lang ist ehemaliger langjähriger Stadtrat.

 

 

Donnerstag, 12.03.2020

Vortrag von Klaus Herrmann

Seit zwei Jahrhunderten dürfen Bürger bei uns

Gemeinderäte wählen.

 

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Die Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, 12.03.2020 um 19.00 Uhr im Staatsarchiv Ludwigsburg statt.

Tagesordnung:

1. Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden

2. Kassenbericht der Kassenverwalterin

3. Prüfungsbericht der Kassenprüferin (Entlastung)

4. Verschiedenes

 

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Gehaltene Vorträge 2020

 

 

Donnerstag, 09.01.2020

 

Zusammenfassung von Dr. Erich Viehöfer

 

Vortrag von Dr. Wolfgang Proske

Täter, Helfer, Trittbrettfahrer.

Ludwigsburger NS-Belastete.

 

Zum ersten Mal gab es eine Veranstaltung des Historischen Vereins mit vier Referenten.


  Einleitend umriss Dr. Wolfgang Preske als Herausgeber die Konzeption der Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“, deren Teil über Baden-Württemberg mit zehn Bänden und  Artikeln von 127 Autoren abgeschlossen werden konnte. Ziel der Reihe, für die eigens der Kugelberg Verlag gegründet wurde, ist die Täterforschung auf regionaler Ebene, eine biografische Grundlagenforschung unter Einbezug der lokalen Geschichte.


  Christian Hofmann stellte Wilhelm Holzwarth (1889-1961) vor, und dessen Tätigkeit als NSBO/DAF-Betriebszellenobmann, als Arbeitnehmerfunktionär in den Deutschen Linoleumwerken (DLW) in Bietigheim. Nach dem Krieg als „Minderbelasteter“ eingestuft, arbeitete Holzwarth weiterhin für die DLW.


  Jürgen Faber befasste sich mit Ferdinand Ostertag (1902-1984), Vorstandsmitglied der GdF Wüstenrot. In Ludwigsburg war er Ortsgruppenleiter, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der NSDAP, und ehrenamtlicher Bürgermeister. Er wurde verurteilt wegen Beihilfe zur Synagogen-Brandstiftung. Seine Weiterbeschäftigung nach 1945 lehnte die GdF ab; er wurde dann aber Abteilungsdirektor bei der Leonberger Bausparkasse.


  Steffen Seischab verglich die unterschiedlichen Biographien der beiden Brüder Hans und Walter Olpp, beide führend bei der SA Kirchheim unter Teck. Walter Olpp stieg bis zum SA-Brigadeführer auf. Hans Olpp (1897-1985) wurde nach dem Krieg zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wegen Beteiligung am Synagogenbrand in Ludwigsburg und wegen der Erschießung von russischen Zwangsarbeitern. Walter Olpp kann dagegen als idealistischer Nationalsozialist verstanden werden, der freiwillig auf eine weitere Parteikarriere verzichtete.

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