Vorträge 2018/19

 

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Nächster Vortrag am Donnerstag, 14.02.2019

 

Donnerstag, 14.02.2019

Prof. Dr. Gerhard Fritz

Wird die Reformation wieder rückgängig gemacht?

Württemberg und der Dreißigjährige Krieg.

 

2018 lag der Beginn des Dreißigjährigen Krieges genau 400 Jahre zurück. Der traurige Jahrestag ist Anlass, sich mit dieser deutschen Katastrophe zu beschäftigen. Südwestdeutschland, insbesondere das Herzogtum Württemberg, war eines der Gebiete, die am schlimmsten vom Dreißigjährigen Krieg heimgesucht wurden. Die Hintergründe dieses Konflikts sollen erläutert werden, dann aber insbesondere die Auswirkungen des Krieges auf den deutschen Südwesten. Vordergründig ging es um religiöse Fragen, nicht zuletzt - und für Württemberg existenziell - um die Frage, ob die vom Kaiser favorisierte katholische Konfession den Protestantismus wieder zurückdrängen würde. Die daraus entstehenden Konflikte entglitten den politischen und religiösen Akteuren zusehends und endeten in einer Katastrophe, für die es in der gesamten deutschen Geschichte nichts Vergleichbares gibt. Sowohl die in dem Vortrag vorzustellenden Sachverhalte als auch verschiedene im Rahmen des Vortrags rezitierte zeitgenössische Gedichte und Lieder sind geeignet, noch nach vier Jahrhunderten Beklemmung und Entsetzen auszulösen.

 

Donnerstag, 14.03.2019

Dr. Franziska Dunkel

Anfang der Demokratie im Südwesten – 1918-1924.

 

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Veranstaltungsort:

Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr.

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Die Mitgliederversammlung findet am

Donnerstag, 14.03.2019 um 19.00 Uhr

im Staatsarchiv Ludwigsburg statt.

 

Tagesordnung:

1. Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden

2. Kassenbericht der Kassenverwalterin

3. Prüfungsbericht der Kassenprüferin (Entlastung)

4. Verschiedenes

 

Elfriede Krüger, Vorsitzende

Ludwigsburg, September 2018

 

Gehaltene Vorträge

Dr. Erich Viehöfer

Der Fall Ernst August Wagner aus Eglosheim.

Lehrer, Dichter, Massenmörder.

 

 Der Fall des aus Eglosheim stammenden Schullehrers Ernst August Wagner erregte im Jahr 1913 ungeheures Aufsehen. Sein Amoklauf in Mühlhausen an der Enz und die vorausgegangene Ermordung seiner Familie in Degerloch sind Gegenstand lokaler Erinnerung, aber auch Untersuchungsgegenstand von Psychiatern, Historikern und Kriminologen.

 Der Fall Wagner mit seiner lokalen Einbettung wie mit seinen Folgen bis zum heutigen Tag ist Thema des Vortrags von Dr. Erich Viehöfer.

Donnerstag, 11.10.2018

Reinhard Wolf

Kleindenkmale auf Schritt und Tritt

Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, andere Länder

 

  Reinhard Wolf, Diplom-Geograph, Natur- und Denkmalschützer sowie Sachbuchautor und Ehrenmitglied des Schwäbischen Heimatbunds und des Schwäbischen Albvereins, wird uns als Verfasser des 2008 erschienenen Buchs „Von Ort zu Ort – Kleindenkmale im Landkreis Ludwigsburg“ einen Überblick geben über die Ergebnisse der Dokumentation von Kleindenkmalen im Landkreis Ludwigsburg in den Jahren 2003 und 2004 und was sich zwischenzeitlich ereignet hat.

  Wolf berichtet über die zunehmende Sensibilisierung und die damit einhergehenden Veränderungen im Umgang mit Kleindenkmalen seit dieser Dokumentation. Nachdem zwischenzeitlich zwei Drittel des Landes dokumentiert sind, ordnet Reinhard Wolf die im Landkreis gefundenen Kleindenkmale in das Landesgeschehen ein und kann manche Aussage treffen, die so vorher nicht möglich gewesen wäre: welche Typen von Kleindenkmalen haben im Landkreis Alleinstellungscharakter, welche nicht, und welche Besonderheiten gibt es im Kreisgebiet. Gewölbeunterstände beispielsweise gibt es hier zuhauf, anderswo überhaupt nicht, dafür gibt es im benachbarten Rems-Murr-Kreis zahlreiche kleine Backhäuser, bei uns hingegen nicht - um nur einige Beispiele zu nennen.

  Seinen Vortrag würzt Wolf mit allerhand Kuriosem und Interessantem zum Thema Kleindenkmale, das er auf seinen Reisen in anderen Ländern erlebt und gefunden hat.

Donnerstag, 08.11.2018

Dr. Frank Raberg

Ludwigsburg und die "Hohe Carlsschule“.

 

  Die „Hohe Carlsschule“ des Herzogs Carl Eugen von Württemberg existierte nur knapp ein Vierteljahrhundert lang (1770 bis 1794). Gegründet Anfang des Jahres 1770 als „Garten- und Stuccator-Knaben-Schule und militärisches Waisenhaus“ und im Schloss Solitude untergebracht, wurde das rasch wachsende Institut 1775 nach Stuttgart (bisherige Infanteriekaserne beim Neuen Schloss) verlegt, wo es einige Jahre später von Kaiser Joseph II. zur Universität erhoben wurde. Wenige Monate nach dem Tod Herzog Carl Eugens löste sein Nachfolger die „Hohe Carlsschule“ auf.

  Die „Hohe Carlsschule“ war ein Bildungsinstitut eigener Prägung, der Lehrplan ging weit über das Angebot der Universität Tübingen und anderer Universitäten hinaus und weist den Weg zu einem modernen Ansprüchen genügenden Bildungsangebot. Neben Militär und Medizin waren Tanzen, Reiten, Nationalökonomie, Verwaltungspraxis, Recht, Philosophie, Forstwissenschaft, Baukunst u. v. m. im Lehrangebot. Der Herzog ließ dort die Elite zukünftiger Staatsdiener ausbilden, von denen viele später als Minister, Staatsbeamte, Generäle, Ärzte und Baumeister zu den Stützen des modernen württembergischen Staates zählten.

  Die Verbindungen zwischen „Hoher Carlsschule“ und Ludwigsburg sind vielfältig. Hervorgegangen aus der in Ludwigsburg angesiedelten „Académie des arts“, wirkten zahlreiche Ludwigsburger an der „Hohen Carlsschule“, und ein großer Teil der Schüler bzw. Studenten hatte einen Ludwigsburger Hintergrund, darunter Friedrich Schiller, dessen wichtiger Lehrer an der Ludwigsburger Lateinschule, Johann Friedrich Jahn, zeitweise Professor auf der Solitude war. Auch Angehörige der reichsgräflichen Familie von Thüngen waren „Karlsschüler“, jener Familie also, in deren Palais sich heute das Rathaus der Stadt Ludwigsburg befindet.

  Der Vortrag des Historikers und Politologen Dr. Frank Raberg spürt erstmals (!) im Vorfeld des 225. Jahrestages der Schließung der „Hohen Carlsschule“ (April 2019) diesen Verbindungen nach und weist damit auf die wichtige Rolle Ludwigsburgs als (Personal-)Reservoir für die Bildungsvermittlung und -erfahrung in der Zeit der Spätaufklärung in Württemberg hin.

Donnerstag, 13.12.2018

Dr. Silke Knappenberger-Jans

200 Jahre Ludwigsburger Kreiszeitung.

 

  „Wertvolles Lesen.“ Unter diesem Titel ist im besonderen Jubiläumsjahr ein Buch zur Geschichte der Ludwigsburger Kreiszeitung erschienen.

  Auf der Basis akribischer Recherche nimmt die Historikerin Frau Dr. Knappenberger-Jans  die Leser mit auf eine spannende Zeit(ungs)reise.

  Am 13. Dezember gibt die Autorin im Rahmen der Vortragsreihe des Historischen Vereins einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Buches.

  Mit ausgewählten Textpassagen und Hintergrundwissen wird Frau Dr. Knappenberger-Jans die Geschichte und Entwicklung der Ludwigsburger Kreiszeitung anschaulich darlegen.

  Außerdem wird es ein Gespräch mit der Chefredakteurin Frau Ulrike Trampus geben.

Kontakt

 

Geschäftsstelle

Historischer Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg e.V.

Stadtarchiv Ludwigsburg

Mathildenstraße 21

71638 Ludwigsburg

 

Telefon

07141 9102412

 

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