Geschichte gestern - heute - morgen


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Vorträge im Winterhalbjahr 2017/18

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Der Historische Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg 

lädt Sie zur nächsten Vortragsreihe ein.

 

Donnerstag, 12.10.2017 – Dr. Petra Schad

Leben in Markgröningen am Vorabend der Reformation

Donnerstag, 09.11.2017 –  Albrecht Gühring

„Weihlen die Noth bei den hiesigen armen Leuten sehr groß“

 Das Hungersjahr 1817 in Marbach

 

Donnerstag, 14.12.2017 –  Prof. Dr. Ulrike Seeger

Oberhofmarschall und Bauintendant:

Georg Friedrich von Forstner in Ludwigsburg


Der württembergische Oberhofmarschall und Jugendfreund Herzog Eberhard Ludwigs, Georg Friedrich von Forstner (1676–1717), war die Schlüsselfigur bei der Errichtung von Schloss Ludwigsburg der Jahre 1704 bis 1716. Bei ihm liefen alle Fäden zusam­men. Er legte dem Herzog die Entscheidungen nahe, dirigierte die Baudeputation und för­derte den sehr fähigen aus Berlin nach Württemberg gekommenen Architekten Johann Friedrich Nette. Dank der Mömpelgarder Herkunft seiner Familie war er dem Französischen sehr zugetan und reiste im Frühjahr 1709 eigens nach Paris, um sich dort über die neuesten Errungenschaften der französischen Garten- und Einrichtungskunst zu informieren. Auf der Grundlage intensiver Quellenstudien widmet sich der Vortrag sowohl der kunsthistorischen Seite von Forstners Wirken als auch seinem Lebensweg, der in einer für Günstlinge typischen Weise tragisch endete.


Donnerstag, 11.01.2018 – Prof. Dr. Frank Baasner

70 Jahre Deutsch-Französisches-Institut

 

Donnerstag, 08.02.2018 –  Jens Rommel

Geschichte vor Gericht? 

Zur strafrechtlichen Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

 

Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem 

Stadtarchiv Ludwigsburg im Rahmen 

des Jubiläums „Stadt werden!“, 

mit freundlicher Unterstützung der vhs Ludwigsburg


Donnerstag, 22.03.2018 – Prof. Dr. Sigrid Hirbodian

300 Jahre Residenzstadt Ludwigsburg:

Vom Werden einer Stadt - 300 Jahre Erhebung Ludwigsburgs 

zur Stadt und zur dritten württembergischen Residenz

Veranstaltungsorte:

Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3

Kulturzentrum Ludwigsburg, Kleiner Saal

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen

Der Eintritt ist frei

Die Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, 08.02.2018 

um 19.00 Uhr im Staatsarchiv Ludwigsburg statt.

Tagesordnung:

 1. Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden

2. Kassenbericht der Kassenverwalterin

3. Prüfungsbericht der Kassenprüferin (Entlastung)

4. Wahl des Vorstands

5. Verschiedenes

 

Herzlichen Dank an die Wüstenrot-Stiftung 
für die Unterstützung der Vortragsreihe.

 

Elfriede Krüger, Vorsitzende

Ludwigsburg im September 2017




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Sommerfahrten 2017

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 Samstag, 22. Juli 2017  


Humanismus und Reformation.

Auf den Spuren von Johannes Reuchlin und Philipp Melanchthon in Pforzheim und Bretten

Referent: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Seit über 100 Jahren erhebt sich am Brettener Marktplatz das repräsentative, im gotischen Stil erbaute Melanchthon-Gedächtnishaus. Mit wertvoller Ausstattung und reichhaltigen Sammlungen erinnert es an Luthers engsten Freund, der 1497 in der kurpfälzischen Amtsstadt das Licht der Welt erblickte. Die Besichtigung dieses von Christen aller Erdteile gestifteten Denkmals wird ein Höhepunkt der Fahrt sein.

Doch Bretten, das einst an einer internationalen Handelsstraße lag, hat noch viel mehr zu bieten. Bei einem Stadtrundgang werden der Pfeifferturm, malerische Fachwerkhäu­ser, die Stiftskirche und die kleine, aber durch ihre Ausmalung eindrucksvolle Kreuz­kirche zu sehen sein. Nicht zu vergessen ist die Sage vom „Brettener Hundle“, dem ein eigener Brunnen gewidmet ist.

Nach dem Mittagessen geht die Fahrt weiter in die ehemals badische Residenzstadt  Pforzheim, die durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ihre historische Identität weitgehend eingebüßt hat. Für Geschichtsinteressierte ist jedoch die mittelalterliche Schloss- und Stiftskirche St. Michael, die den Markgrafen von Baden jahrhundertelang als Grablege diente, ein Leckerbissen. Auch der benachbarte Archivbau mit Landschaftsstube lohnt einen Besuch. An der Stelle der früheren Sakristei wurde 2008 das „Museum Johannes Reuchlin“ eingeweiht, das auf vier Etagen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken des großen, 1455 in Pforzheim geborenen Humanisten gewährt, der dem jüngeren Melanchthon eng verbunden war.


Termin:          Samstag, 22. Juli 2017

Treffpunkt:     7.50 Uhr Ludwigsburg, Karlsplatz (hinter der Friedenskirche)

Abfahrt:          8.00 Uhr

Rückkehr:      ca. 19.00 Uhr

Führung:        Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Kosten:          Bus, Eintritt, Führungen pro Person

Mitglieder 36,00 € • Schüler, Studenten 18,00 € • Gäste 40,00 €


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 Samstag, 23. September 2017  

 

Fantastischer Ausblick auf das Neckartal, 
Mithras-Tempel und das historische Mundelsheim

Führung: Angelika Fink

Ein herrlicher Blick auf das Neckartal und die umliegenden Weinberge begrüßt uns auf der Ottmarsheimer Höhe. Bereits die Römer siedelten auf der Mundelsheimer Markung. Zeugen aus dieser Zeit sind die beiden römischen Gutshöfe und das Mithras-Heiligtum, das wir fachkundig erläutert bekommen. 

Der Ort Mundelsheim wurde vermutlich im 3. bis 4. Jahrhundert als alamannisch-fränkische Siedlung gegründet. Zeugnisse der reichen Geschichte Mundelsheims haben sich in zahlreichen Gebäuden und Denkmalen erhalten.

  

Termin:            Samstag, 23. September 2017

Treffpunkt:       13.00 Uhr  Karlsplatz, Parkplatz hinter der Friedenskirche

Abschluss:       ca.17.45 Uhr  Gemeinsamer Ausklang

Rückkehr:        ca. 20.00 Uhr Karlsplatz

Führung:          Angelika Fink

Kosten:            Führungen und Bus pro Person

Mitglieder 18,00 € • Schüler, Studenten  9,00 € • Gäste 20,00 €





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Vorträge Winterhalbjahr 2016/2017

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Geheimnis der Keltenfürstin


Schätze, Schächte, Viereckschanzen 

Neueste Rettungsgrabungen im Landkreis Ludwigsburg und ihre archäologischen Ergebnisse
Im Vortrag am Donnerstag, den 9. Februar um 20 Uhr beschäftigt sich Dr. Christian Bollacher am Beispiel des Baubooms mit der Verzahnung der Vergangenheit mit der Zukunft.

Egal ob auf der grünen Wiese oder in den Ortslagen der Städte und Gemeinden - der anhaltende Bauboom führt auch im Kreis Ludwigsburg zu einem stetigen Verlust geschichtsträchtigen Bodens. Die Archäologen und Grabungsspezialisten des Landesamtes für Denkmalpflege sind fieberhaft bei der Arbeit, um die letzten Zeugnisse einer Jahrtausende langen Kulturentwicklung zu dokumentieren und zu bergen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Rettungsgabungen der letzten Jahre im Landkreis und vermittelt Einblicke in längst vergangene Lebenswelten, die allein mit den Methoden der Archäologie zu gewinnen sind.

Dr. Christian Bollacher ist Gebietsreferent Archäologische Denkmalpflege, im
Regierungspräsidium Stuttgart, Koordinierungsstelle

Der Vortrag am Donnerstag, den 9. Februar 2017 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.

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Donnerstag, 12.01.2017
Prof. Dr. Holger Sonnabend, Martin Schliereke
Willkommenskultur im Alten Rom und im modernen Landkreis Ludwigsburg?


Das Thema des Vortrags am Donnerstag, den 12. Januar um 20 Uhr kommt tief aus der Geschichte der Menschheit und kann dennoch aktueller nicht sein.

Der Blick zurück in die Geschichte des Alten Roms zeigt, dass schon vor mehr als 2.000 Jahren der Zuzug von Flüchtlingen aus den unterschiedlichsten Völkern bewältigt werden musste. Die vielen Neubürger mussten integriert werden, waren aber auch Steuerzahler, Siedler und Söldner.

Dem gegenüber wird die heutige Situation der Flüchtlinge bei uns beleuchtet.
Wie handelt der Kreis Ludwigsburg bei der Aufnahme von Flüchtlingen?

Im spannendenden Vortrag wird folgende Frage erörtert:
Sind die Maßnahmen im Alten Rom nur längst vergangene Geschichten oder lassen sich daraus Überlegungen und Handlungsmuster für die heutigen Herausforderungen ableiten?


Der Vortrag am Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.


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Ausstellungsrundgang "Poesie der Dinge" 

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 20 Uhr,
Ludwigsburg Museum im MIK,
Eberhardstraße 1, 71634 Ludwigsburg

„Poesie der Dinge“
120 Jahre Sammlung des Historischen Vereins

Dr. Alke Hollwedel, Kuratorin Margrit Röder

Der Historische Verein Ludwigsburg begründete 1897 die heutige Museums-sammlung und übergab sie 1941 der Stadt mit der Verpflichtung einer Museums-gründung. Im nächsten Jahr feiert das Ludwigsburg Museums sein 120. Sammlungsjubiläum. Aus diesem Anlass treten unter dem Ausstellungstitel "Poesie der Dinge" vom 4. Dezember 2016 bis zum 23. April 2017 Museumsexponate und Lyrik aus vier Jahrhunderten in einen vielschichtigen Dialog.

Seit 1897 sind in der Sammlung rund 25.000 höchst unterschiedliche Zeugnisse der Vergangenheit zusammengetragen worden. Studierende der Innenarchitektur an der Hochschule für Technik in Stuttgart sahen sich in den Museumsdepots um und wählten für jeden Buchstaben des Alphabets ein Sammlungsstück aus. Unter Anleitung von Prof. Wolfgang Grillitsch und der Innenarchitektin Cornelia Wehle haben sie den Ausstellungsraum des Museums in eine große Schreibmaschine verwandelt, die jedem Sammlungsstück ein Gedicht an die Seite stellt. Entstanden ist ein poetisches ABC, das völlig neue Perspektiven auf die Stadtgeschichten und ihre Dinge ermöglicht.

In einer Führung mit der Kuratorin Margrit Röder und der Museumsleiterin Alke Hollwedel können Sie einen exklusiven Blick in den aufwändig gestalteten Ausstellungsraum werfen.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.


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Am Donnerstag, den 10. November um 20 Uhr im Staatsarchiv referiert Prof. Dr. Ina Ulrike Paul,Geschäftsführerin Zentralinstitut studium plus, Universität der Bundeswehr, Neubiberg über den ersten Regen von Württemberg

Kurfürst Friedrich I. von Württemberg ging am 5. Oktober 1805 während seiner Ludwigsburger Unterredung mit Kaiser Napoleon, dessen Truppen die Residenzstadt bereits belagerten, das für Württemberg unabwendbare Bündnis mit Frankreich ein. Für das Verhältnis Beider und die Politik Frankreichs gegenüber Württemberg bis 1813 war entscheidend, dass Napoleon diesen Landesfürsten nicht für einen der schwächlichen, energielosen und unbegabten deutschen Fürsten hielt, sondern für einen ebenbürtigen Gesprächspartner, mit dem er sich als einzigem von den Rheinbundfürsten über seine politischen Pläne austauschte.

In den zwei Jahrzehnten zwischen 1799 und 1819 wurde aus dem kleinen Herzogtum Württemberg der an Bevölkerung und Territorium verdoppelte, außenpolitisch gefestigte, innenpolitisch vereinheitlichte, Kultusfreiheit garantierende, nach westeuropäischem Vorbild zentralisierte, hierarchisch gegliederte und bürokratisch strukturierte, kurz: der moderne Staat Württemberg. Es ist dies das maßgebliche Verdienst der Politik des Königs Friedrich I. von Württemberg (1797-1816) und seiner Regierung, die der Vortrag kritisch würdigen und dabei die besondere Rolle der Residenzstadt Ludwigsburg hervorheben wird.

Der Vortrag am Donnerstag, den 10. November 2016 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.

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Donnerstag, 13.10.2016
Prof. Dr. Hermann Ehmer
Reformation in Württemberg - mit Beispielen aus der Region.

Alle Vorträge sind im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3 (außer am 08.12.2016) und beginnen um 20.00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.
Der Eintritt ist frei.



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Sommerfahrten 2016

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Samstag, 24. September 2016

Der Hohenasperg: Herrschaftssitz, Festung, Gefängnis.
Am 10.Oktober 2016 jährt sich zum 225. Mal der Todestag von Christian Friedrich Daniel Schubart. Dies ist der Anlass einen Blick auf die vielfältige Geschichte des Berges sowie die Schicksale unterschiedlichster Menschen auf dem Hohenasperg zu werfen.

Führung „Der Hohenasperg“ : Armin Krüger
Führung „ Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ : Gertrud Bolay

Der Hohenasperg
Die heutige Bebauung entstand im Laufe von Jahrhunderten. Die eindrücklichsten Spuren hat der Umbau zur Landesfestung im 16. Jahrhundert hinterlassen. Der Hohenasperg war ein überregional bedeutsames Machtzentrum der Keltenzeit, Herrensitz der Franken, Höhenburg, Herrschaftssitz der Grafen von Asperg, Landesfestung, Garnison und Gefängnis, Invalidenanstalt, Internierungslager und Vollzugskrankenhaus sowie sozialtherapeutische Anstalt.

Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis
Weit über die Landesgrenzen Württembergs hinaus galt der Hohenasperg lange als das politische Gefängnis in Deutschland schlechthin. Die zahlreichen Namen, mit denen dieser Ort charakterisiert wurde, zeugten davon, zum Beispiel „Demokratenbuckel“ oder „Schicksalsberg“. Der alleinige Blick auf die politischen Gefangenen greift aus Sicht der Ausstellungsmacher des Hauses der Geschichte jedoch zu kurz. Viele tausend Menschen waren über die Jahrhunderte hinweg hoch oben auf dem Hohenasperg unter Verschluss – aus einer Vielfalt von Gründen. Manche mussten dort für ihre politische Überzeugung büßen, andere waren schlicht in Ungnade gefallen oder wurden Opfer rassischer Verfolgung. Und wieder andere hatten gestohlen, betrogen, Menschen getötet.

Treffpunkt: 13.20 Uhr Infostand oberer Parkplatz
Führung 1: 13.30 Uhr „Der Hohenasperg“
Pause: 15.00 Uhr Kleine Pause mit Überraschung am Infostand
Führung 2: 15.45 Uhr „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“
Abschluss: 17.00 Uhr Gemeinsamer Ausklang
in der Schubartstube auf dem Hohenasperg
Führung: Armin Krüger, Gertrud Bolay (Mitglied Historischer Verein)
Kosten: Eintritt, Führungen pro Person
Mitglieder 9,00 €
Schüler, Studenten 4,50 €
Gäste 10,00 €

Teilnehmerzahl auf max. 25 Personen begrenzt.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der S-Bahn Linie 5 zum Bahnhof Asperg, von dort 25 Minuten Fußweg.
Direkt vom Bahnsteig oder vom Bahnhofsvorplatz rechts Richtung Lehenbrücke, von dort nach links die Lehenstraße entlang gehen und dann rechts in die Friedrichstraße einbiegen. Danach gleich wieder links die Panoramastraße nehmen, die in das Schwitzgässle einmündet. Dieses führt bergauf bis zum Rundweg um den Hohenasperg. Dem Rundweg bis zum Torturm folgen.

Anfahrt mit dem PKW:
In Asperg: über die Eglosheimer Straße in die Königstraße, den Berg hinauf, auf der Kuppe rechts in die Schubartstraße bis zum Parkplatz am Löwentor. (Zusätzlich wenige Parkplätze auf dem oberen Parkplatz vorhanden.)


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Samstag, 16. Juli 2016 

Referent: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Das Bauland: Reichsritterschaft, Reformation und Grünkern

Tagesexkursion nach Adelsheim (Oberes und Unteres Schloss, Jakobskirche), Buchen-Bödigheim (Burg- und Schlossanlage, jüdischer Verbandsfriedhof), Walldürn-Altheim (Grünkerndarren) und Rosenberg-Sindolsheim (Patronatskirche)

Das Bauland: Reichsritterschaft, Reformation und Grünkern

Das Bauland, oft auch als „Badisch Sibirien“ verspottet, ist ein fruchtbares, heiteres Hügelland zwischen Odenwald, Tauber und Jagst. Viele der Ortschaften haben noch ihren dörflichen Charakter bewahrt. Es ist eine vom ritterschaftlichen Adel geprägte Kulturlandschaft, die sich zwischen den Einflussbereichen von Kurpfalz, Kurmainz, Würzburg und Württemberg herausbildete. Mit den geistlichen Nachbarterritorien kam es im 16. Jahrhundert zu Konflikten, als sich die Mehrzahl der Reichsritter der Reformation anschloss und das lutherische Bekenntnis in ihren Dörfern einführte. Der einstigen territorialen Gemengelage ist es geschuldet, dass evangelische und katholische Orte dicht beieinander liegen. Typisch für letztere ist die Fülle religiöser Kleindenkmale, die der Gegend die Bezeichnung „Madonnenländchen“ eintrug.

Die erste Station unserer Fahrt wird das einstige Amtsstädtchen Adelsheim sein, wo die gleichnamige Freiherrenfamilie drei Adelssitze hinterlassen hat. Das in einem Park gelegene Untere Schloss ist aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorge­gangen, die im 18. Jahrhundert barock umgestaltet wurde. Das Obere Schloss wurde 1504 als stattlicher Giebelbau mit polygonalem Eckerker errichtet. Außerhalb der früheren Stadtmauer liegt die
spätgotische Jakobskirche, deren kostbare Ausstattung beeindruckt. Als Grablege der Herren von Adelsheim birgt sie 61 Grabmäler vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.

Ein 32 m hoher Bergfried aus dem 13. Jahrhundert überragt die imposante Schlossanlage in Bödigheim mit Renaissance-Palas, barockem Herrenhaus, Pavillonbau und Wirtschaftsgebäuden. Seit über 700 Jahren residieren hier die Freiherren Rüdt von Collenberg, die das Gelände 1286 vom Kloster Amorbach zu Lehen erhalten hatten. – Eng verbunden mit der Adelsherrschaft war die Ansiedlung einer jüdischen Gemeinde in Bödigheim. An sie erinnert der große Verbandsfriedhof mit über 1.500 Grabsteinen, zu dem Tote aus 30 umliegenden Orten gebracht wurden.

Das Bauland ist die Heimat des Grünkerns. Der in unreifem Zustand geerntete und dann geröstete Dinkel ist die klassische Spezialität der Region. Um der Feuergefahr entgegenzuwirken, wurden die Darrhäuschen am Rande der Dörfer angelegt. Ein einzigartiges, denkmalgeschütztes Ensemble von 13 Darren hat sich in der Grünkernmetropole Altheim erhalten. Im dortigen Museum wird Gelegenheit sein, Näheres über die Grünkernerzeugung und -vermarktung zu erfahren.

Ein wahres Kleinod, das es am Ende des Exkursionstages zu entdecken gilt, ist die evangelische Dorfkirche in Sindolsheim. Zieht schon der Fachwerkturm mit Glockenerker die Blicke auf sich, so überrascht die reiche Innenausstattung der erst jüngst renovierten Rüdt von Collenbergschen Patronatskirche. Neben qualitätvollen Wandmalereien des 14. Jahrhunderts und einem spätgotischen Kruzifix verdienen die steinernen Herrschaftsemporen, der Rokokoaltar samt der zeitgleich entstandenen Orgel besondere Beachtung.

Treffpunkt: 7.50 Uhr Ludwigsburg, Karlsplatz (hinter der Friedenskirche)
Abfahrt: 8.00 Uhr
Rückkehr: ca. 20.00 Uhr
Führung: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)
Kosten: Bus, Eintritt, Führungen pro Person
Mitglieder 36,00 €
Schüler, Studenten 18,00 €
Gäste 40,00 €
Hinweis: Kopfbedeckung für männliche Teilnehmer erforderlich


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