Geschichte gestern - heute - morgen


Liebe Mitglieder und Freunde des Historischen Vereins Ludwigsburg,

gerne möchte ich Sie auf einige Veranstaltungen hinweisen die zwar nicht von unserem Historischen Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg e.V. abgehalten oder organisiert werden, deren Themen Sie als Geschichtsinteressierte/r aber mit Sicherheit zum Besuch des einen oder anderen Termins verleiten wird!

Die Fotoausstellung "Caché – Schloss Ludwigsburg hinter den Kulissen" findet vom 24.03. bis 27.05. diesen Jahres im ehemaligen Verkaufsraums der Porzellanmanufaktur im Residenzschloss statt.
Unter dem Titel "Dialogreihe – Von der Stadt zur Smart City" veranstaltet der Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Ludwigsburg Informationsabende zu verschiedenen Themen im Ludwigsburg Museum. Die Termine finden Sie im PDF-Flyer der unten zum Download bereit steht.
"Ossweil ohne Ludwigsburg? Geschichte eines Dorf, das widerwillig Vorstadt wurde" lautet der Titel der Veranstaltung mit Vorträgen von Wolfgang Könninger und Kai Naumann die am 20.04.2018 im Evangelischen Gemeindezentrum in Ossweil stattfindet. Näheres hierzu erfahren Sie ebenfalls im PDF welches Sie unten laden können.
Zudem finden Sie das Programm des "Arbeitskreis Geschichtsforschung und Denkmalpflege Markgröningen e.V." mit allen Veranstaltungen des Jahres 2018.

Ich bin sicher dass wir uns bei einigen Terminen treffen werden!

Mit freundlichen Grüßen
Elfriede Krüger im Namen des gesamten Vorstands


>> Programm-PDF laden <<




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Vorträge im Winterhalbjahr 2017/18

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Der Historische Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg 

lädt Sie zur nächsten Vortragsreihe ein.

 

Sonderveranstaltung in Zusammenarbeit mit dem 

Stadtarchiv Ludwigsburg im Rahmen des Jubiläums „Stadt werden!“, 

mit freundlicher Unterstützung der vhs Ludwigsburg


Donnerstag, 22.03.2018 – Prof. Dr. Sigrid Hirbodian

300 Jahre Residenzstadt Ludwigsburg:

Vom Werden einer Stadt - 300 Jahre Erhebung Ludwigsburgs 

zur Stadt und zur dritten württembergischen Residenz


2018 jährt sich zum 300. Mal die Erhebung Ludwigsburgs zur württembergischen Residenz- und dritten Hauptstadt nach Stuttgart und Tübingen. Mit dieser Würde verbunden war auch die Ernennung zur Stadt. Diese Stadterhebung ist der eigentliche Anlass für die Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2018. Allerdings ist  Ludwigsburg keine alte, allmählich gewachsene Stadt, wie die meisten anderen Städte in Württemberg, es verdankt seine Existenz vielmehr dem Willen des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig. Wie viele seiner Standesgenossen im 18. Jahrhundert wollte auch Eberhard Ludwig ein „modernes“, seinem Stand und seinen Ambitionen angemessenes Schloss. Zu einer wirklich eindrucksvollen Schlossanlage gehörte aber zu dieser Zeit auch eine Stadt, weshalb die noch recht unfertige Siedlung 1718 Stadtrechte erhielt, mit denen möglichst viele und möglichst wohlhabende Neubürger angelockt werden sollten.


Mit den Vorgängen um die Stadterhebung, ihren Hintergründen und Parallelen in anderen Regionen befasst sich der Vortrag von Prof. Dr. Sigrid Hirbodian. Frau Prof. Hirbodian ist seit 2011 Direktorin des Tübinger Instituts für Geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften.


Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Stadtarchiv Ludwigsburg, Historischem Verein für Stadt und Kreis Ludwigsburg und vhs Ludwigsburg.


Eintritt frei, im Anschluss an den Vortrag kleiner Umtrunk.

 

Donnerstag, 12.10.2017 – Dr. Petra Schad

Leben in Markgröningen am Vorabend der Reformation

Donnerstag, 09.11.2017 –  Albrecht Gühring

„Weihlen die Noth bei den hiesigen armen Leuten sehr groß“

 Das Hungersjahr 1817 in Marbach

 

Donnerstag, 14.12.2017 –  Prof. Dr. Ulrike Seeger

Oberhofmarschall und Bauintendant:

Georg Friedrich von Forstner in Ludwigsburg

Donnerstag, 11.01.2018 – Prof. Dr. Frank Baasner

70 Jahre Deutsch-Französisches-Institut

 

Donnerstag, 08.02.2018 –  Jens Rommel

Geschichte vor Gericht? 

Zur strafrechtlichen Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen


Seit fast 60 Jahren ermittelt in der Schorndorfer Straße in Ludwigsburg die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen. Sie hat bis heute den Auftrag, Gewaltverbrechen der Nationalsozialisten aufzuklären. Dazu sichten Richter, Staatsanwälte und Polizeibeamte weltweit das zugängliche Material und werten es in Ludwigsburg aus. Ihr Ziel ist es, Verfahren bei den Staatsanwaltschaften in der Bundesrepublik und Prozesse vor Gericht vorzubereiten. Jens Rommel - seit rund zwei Jahren Leiter der Zentralen Stelle - erläutert, warum diese einmalige Behörde in Ludwigsburg eingerichtet wurde und mit welchen Schwierigkeiten sie in den 50er und 60er Jahren zu kämpfen hatte. Er erzählt von seiner täglichen Arbeit bei den Vorermittlungen und beleuchtet, welche Bedeutung Strafverfahren wegen nationalsozialistischer Morde heute noch haben können.

 

Die Mitgliederversammlung findet zuvor ab 19.00 Uhr statt.


Tagesordnung:    


1.  Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden

2.  Kassenbericht der Kassenverwalterin

3.  Prüfungsbericht der Kassenprüferin (Entlastung)

4.  Wahl des Vorstands

5.  Verschiedenes

Veranstaltungsorte:

Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3

Kulturzentrum Ludwigsburg, Kleiner Saal

Alle Vorträge beginnen um 19.30 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen

Der Eintritt ist frei


Herzlichen Dank an die Wüstenrot-Stiftung für die Unterstützung der Vortragsreihe.

 


Elfriede Krüger, Vorsitzende



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Sommerfahrten 2017

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 Samstag, 22. Juli 2017  


Humanismus und Reformation.

Auf den Spuren von Johannes Reuchlin und Philipp Melanchthon in Pforzheim und Bretten

Referent: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Seit über 100 Jahren erhebt sich am Brettener Marktplatz das repräsentative, im gotischen Stil erbaute Melanchthon-Gedächtnishaus. Mit wertvoller Ausstattung und reichhaltigen Sammlungen erinnert es an Luthers engsten Freund, der 1497 in der kurpfälzischen Amtsstadt das Licht der Welt erblickte. Die Besichtigung dieses von Christen aller Erdteile gestifteten Denkmals wird ein Höhepunkt der Fahrt sein.

Doch Bretten, das einst an einer internationalen Handelsstraße lag, hat noch viel mehr zu bieten. Bei einem Stadtrundgang werden der Pfeifferturm, malerische Fachwerkhäu­ser, die Stiftskirche und die kleine, aber durch ihre Ausmalung eindrucksvolle Kreuz­kirche zu sehen sein. Nicht zu vergessen ist die Sage vom „Brettener Hundle“, dem ein eigener Brunnen gewidmet ist.

Nach dem Mittagessen geht die Fahrt weiter in die ehemals badische Residenzstadt  Pforzheim, die durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ihre historische Identität weitgehend eingebüßt hat. Für Geschichtsinteressierte ist jedoch die mittelalterliche Schloss- und Stiftskirche St. Michael, die den Markgrafen von Baden jahrhundertelang als Grablege diente, ein Leckerbissen. Auch der benachbarte Archivbau mit Landschaftsstube lohnt einen Besuch. An der Stelle der früheren Sakristei wurde 2008 das „Museum Johannes Reuchlin“ eingeweiht, das auf vier Etagen umfassenden Einblick in das Leben und Wirken des großen, 1455 in Pforzheim geborenen Humanisten gewährt, der dem jüngeren Melanchthon eng verbunden war.


Termin:          Samstag, 22. Juli 2017

Treffpunkt:     7.50 Uhr Ludwigsburg, Karlsplatz (hinter der Friedenskirche)

Abfahrt:          8.00 Uhr

Rückkehr:      ca. 19.00 Uhr

Führung:        Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Kosten:          Bus, Eintritt, Führungen pro Person

Mitglieder 36,00 € • Schüler, Studenten 18,00 € • Gäste 40,00 €


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 Samstag, 23. September 2017  

 

Fantastischer Ausblick auf das Neckartal, 
Mithras-Tempel und das historische Mundelsheim

Führung: Angelika Fink

Ein herrlicher Blick auf das Neckartal und die umliegenden Weinberge begrüßt uns auf der Ottmarsheimer Höhe. Bereits die Römer siedelten auf der Mundelsheimer Markung. Zeugen aus dieser Zeit sind die beiden römischen Gutshöfe und das Mithras-Heiligtum, das wir fachkundig erläutert bekommen. 

Der Ort Mundelsheim wurde vermutlich im 3. bis 4. Jahrhundert als alamannisch-fränkische Siedlung gegründet. Zeugnisse der reichen Geschichte Mundelsheims haben sich in zahlreichen Gebäuden und Denkmalen erhalten.

  

Termin:            Samstag, 23. September 2017

Treffpunkt:       13.00 Uhr  Karlsplatz, Parkplatz hinter der Friedenskirche

Abschluss:       ca.17.45 Uhr  Gemeinsamer Ausklang

Rückkehr:        ca. 20.00 Uhr Karlsplatz

Führung:          Angelika Fink

Kosten:            Führungen und Bus pro Person

Mitglieder 18,00 € • Schüler, Studenten  9,00 € • Gäste 20,00 €





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Vorträge Winterhalbjahr 2016/2017

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Geheimnis der Keltenfürstin


Schätze, Schächte, Viereckschanzen 

Neueste Rettungsgrabungen im Landkreis Ludwigsburg und ihre archäologischen Ergebnisse
Im Vortrag am Donnerstag, den 9. Februar um 20 Uhr beschäftigt sich Dr. Christian Bollacher am Beispiel des Baubooms mit der Verzahnung der Vergangenheit mit der Zukunft.

Egal ob auf der grünen Wiese oder in den Ortslagen der Städte und Gemeinden - der anhaltende Bauboom führt auch im Kreis Ludwigsburg zu einem stetigen Verlust geschichtsträchtigen Bodens. Die Archäologen und Grabungsspezialisten des Landesamtes für Denkmalpflege sind fieberhaft bei der Arbeit, um die letzten Zeugnisse einer Jahrtausende langen Kulturentwicklung zu dokumentieren und zu bergen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Rettungsgabungen der letzten Jahre im Landkreis und vermittelt Einblicke in längst vergangene Lebenswelten, die allein mit den Methoden der Archäologie zu gewinnen sind.

Dr. Christian Bollacher ist Gebietsreferent Archäologische Denkmalpflege, im
Regierungspräsidium Stuttgart, Koordinierungsstelle

Der Vortrag am Donnerstag, den 9. Februar 2017 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.

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Donnerstag, 12.01.2017
Prof. Dr. Holger Sonnabend, Martin Schliereke
Willkommenskultur im Alten Rom und im modernen Landkreis Ludwigsburg?


Das Thema des Vortrags am Donnerstag, den 12. Januar um 20 Uhr kommt tief aus der Geschichte der Menschheit und kann dennoch aktueller nicht sein.

Der Blick zurück in die Geschichte des Alten Roms zeigt, dass schon vor mehr als 2.000 Jahren der Zuzug von Flüchtlingen aus den unterschiedlichsten Völkern bewältigt werden musste. Die vielen Neubürger mussten integriert werden, waren aber auch Steuerzahler, Siedler und Söldner.

Dem gegenüber wird die heutige Situation der Flüchtlinge bei uns beleuchtet.
Wie handelt der Kreis Ludwigsburg bei der Aufnahme von Flüchtlingen?

Im spannendenden Vortrag wird folgende Frage erörtert:
Sind die Maßnahmen im Alten Rom nur längst vergangene Geschichten oder lassen sich daraus Überlegungen und Handlungsmuster für die heutigen Herausforderungen ableiten?


Der Vortrag am Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.


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Ausstellungsrundgang "Poesie der Dinge" 

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 20 Uhr,
Ludwigsburg Museum im MIK,
Eberhardstraße 1, 71634 Ludwigsburg

„Poesie der Dinge“
120 Jahre Sammlung des Historischen Vereins

Dr. Alke Hollwedel, Kuratorin Margrit Röder

Der Historische Verein Ludwigsburg begründete 1897 die heutige Museums-sammlung und übergab sie 1941 der Stadt mit der Verpflichtung einer Museums-gründung. Im nächsten Jahr feiert das Ludwigsburg Museums sein 120. Sammlungsjubiläum. Aus diesem Anlass treten unter dem Ausstellungstitel "Poesie der Dinge" vom 4. Dezember 2016 bis zum 23. April 2017 Museumsexponate und Lyrik aus vier Jahrhunderten in einen vielschichtigen Dialog.

Seit 1897 sind in der Sammlung rund 25.000 höchst unterschiedliche Zeugnisse der Vergangenheit zusammengetragen worden. Studierende der Innenarchitektur an der Hochschule für Technik in Stuttgart sahen sich in den Museumsdepots um und wählten für jeden Buchstaben des Alphabets ein Sammlungsstück aus. Unter Anleitung von Prof. Wolfgang Grillitsch und der Innenarchitektin Cornelia Wehle haben sie den Ausstellungsraum des Museums in eine große Schreibmaschine verwandelt, die jedem Sammlungsstück ein Gedicht an die Seite stellt. Entstanden ist ein poetisches ABC, das völlig neue Perspektiven auf die Stadtgeschichten und ihre Dinge ermöglicht.

In einer Führung mit der Kuratorin Margrit Röder und der Museumsleiterin Alke Hollwedel können Sie einen exklusiven Blick in den aufwändig gestalteten Ausstellungsraum werfen.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.


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Am Donnerstag, den 10. November um 20 Uhr im Staatsarchiv referiert Prof. Dr. Ina Ulrike Paul,Geschäftsführerin Zentralinstitut studium plus, Universität der Bundeswehr, Neubiberg über den ersten Regen von Württemberg

Kurfürst Friedrich I. von Württemberg ging am 5. Oktober 1805 während seiner Ludwigsburger Unterredung mit Kaiser Napoleon, dessen Truppen die Residenzstadt bereits belagerten, das für Württemberg unabwendbare Bündnis mit Frankreich ein. Für das Verhältnis Beider und die Politik Frankreichs gegenüber Württemberg bis 1813 war entscheidend, dass Napoleon diesen Landesfürsten nicht für einen der schwächlichen, energielosen und unbegabten deutschen Fürsten hielt, sondern für einen ebenbürtigen Gesprächspartner, mit dem er sich als einzigem von den Rheinbundfürsten über seine politischen Pläne austauschte.

In den zwei Jahrzehnten zwischen 1799 und 1819 wurde aus dem kleinen Herzogtum Württemberg der an Bevölkerung und Territorium verdoppelte, außenpolitisch gefestigte, innenpolitisch vereinheitlichte, Kultusfreiheit garantierende, nach westeuropäischem Vorbild zentralisierte, hierarchisch gegliederte und bürokratisch strukturierte, kurz: der moderne Staat Württemberg. Es ist dies das maßgebliche Verdienst der Politik des Königs Friedrich I. von Württemberg (1797-1816) und seiner Regierung, die der Vortrag kritisch würdigen und dabei die besondere Rolle der Residenzstadt Ludwigsburg hervorheben wird.

Der Vortrag am Donnerstag, den 10. November 2016 um 20 Uhr ist, wie immer, im Vortragssaal des Staatsarchivs am Arsenalplatz 3 in Ludwigsburg.

Der Eintritt ist frei und Gäste sind immer herzlich willkommen.

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Donnerstag, 13.10.2016
Prof. Dr. Hermann Ehmer
Reformation in Württemberg - mit Beispielen aus der Region.

Alle Vorträge sind im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3 (außer am 08.12.2016) und beginnen um 20.00 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen.
Der Eintritt ist frei.



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Sommerfahrten 2016

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Samstag, 24. September 2016

Der Hohenasperg: Herrschaftssitz, Festung, Gefängnis.
Am 10.Oktober 2016 jährt sich zum 225. Mal der Todestag von Christian Friedrich Daniel Schubart. Dies ist der Anlass einen Blick auf die vielfältige Geschichte des Berges sowie die Schicksale unterschiedlichster Menschen auf dem Hohenasperg zu werfen.

Führung „Der Hohenasperg“ : Armin Krüger
Führung „ Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“ : Gertrud Bolay

Der Hohenasperg
Die heutige Bebauung entstand im Laufe von Jahrhunderten. Die eindrücklichsten Spuren hat der Umbau zur Landesfestung im 16. Jahrhundert hinterlassen. Der Hohenasperg war ein überregional bedeutsames Machtzentrum der Keltenzeit, Herrensitz der Franken, Höhenburg, Herrschaftssitz der Grafen von Asperg, Landesfestung, Garnison und Gefängnis, Invalidenanstalt, Internierungslager und Vollzugskrankenhaus sowie sozialtherapeutische Anstalt.

Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis
Weit über die Landesgrenzen Württembergs hinaus galt der Hohenasperg lange als das politische Gefängnis in Deutschland schlechthin. Die zahlreichen Namen, mit denen dieser Ort charakterisiert wurde, zeugten davon, zum Beispiel „Demokratenbuckel“ oder „Schicksalsberg“. Der alleinige Blick auf die politischen Gefangenen greift aus Sicht der Ausstellungsmacher des Hauses der Geschichte jedoch zu kurz. Viele tausend Menschen waren über die Jahrhunderte hinweg hoch oben auf dem Hohenasperg unter Verschluss – aus einer Vielfalt von Gründen. Manche mussten dort für ihre politische Überzeugung büßen, andere waren schlicht in Ungnade gefallen oder wurden Opfer rassischer Verfolgung. Und wieder andere hatten gestohlen, betrogen, Menschen getötet.

Treffpunkt: 13.20 Uhr Infostand oberer Parkplatz
Führung 1: 13.30 Uhr „Der Hohenasperg“
Pause: 15.00 Uhr Kleine Pause mit Überraschung am Infostand
Führung 2: 15.45 Uhr „Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis“
Abschluss: 17.00 Uhr Gemeinsamer Ausklang
in der Schubartstube auf dem Hohenasperg
Führung: Armin Krüger, Gertrud Bolay (Mitglied Historischer Verein)
Kosten: Eintritt, Führungen pro Person
Mitglieder 9,00 €
Schüler, Studenten 4,50 €
Gäste 10,00 €

Teilnehmerzahl auf max. 25 Personen begrenzt.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der S-Bahn Linie 5 zum Bahnhof Asperg, von dort 25 Minuten Fußweg.
Direkt vom Bahnsteig oder vom Bahnhofsvorplatz rechts Richtung Lehenbrücke, von dort nach links die Lehenstraße entlang gehen und dann rechts in die Friedrichstraße einbiegen. Danach gleich wieder links die Panoramastraße nehmen, die in das Schwitzgässle einmündet. Dieses führt bergauf bis zum Rundweg um den Hohenasperg. Dem Rundweg bis zum Torturm folgen.

Anfahrt mit dem PKW:
In Asperg: über die Eglosheimer Straße in die Königstraße, den Berg hinauf, auf der Kuppe rechts in die Schubartstraße bis zum Parkplatz am Löwentor. (Zusätzlich wenige Parkplätze auf dem oberen Parkplatz vorhanden.)


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Samstag, 16. Juli 2016 

Referent: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)

Das Bauland: Reichsritterschaft, Reformation und Grünkern

Tagesexkursion nach Adelsheim (Oberes und Unteres Schloss, Jakobskirche), Buchen-Bödigheim (Burg- und Schlossanlage, jüdischer Verbandsfriedhof), Walldürn-Altheim (Grünkerndarren) und Rosenberg-Sindolsheim (Patronatskirche)

Das Bauland: Reichsritterschaft, Reformation und Grünkern

Das Bauland, oft auch als „Badisch Sibirien“ verspottet, ist ein fruchtbares, heiteres Hügelland zwischen Odenwald, Tauber und Jagst. Viele der Ortschaften haben noch ihren dörflichen Charakter bewahrt. Es ist eine vom ritterschaftlichen Adel geprägte Kulturlandschaft, die sich zwischen den Einflussbereichen von Kurpfalz, Kurmainz, Würzburg und Württemberg herausbildete. Mit den geistlichen Nachbarterritorien kam es im 16. Jahrhundert zu Konflikten, als sich die Mehrzahl der Reichsritter der Reformation anschloss und das lutherische Bekenntnis in ihren Dörfern einführte. Der einstigen territorialen Gemengelage ist es geschuldet, dass evangelische und katholische Orte dicht beieinander liegen. Typisch für letztere ist die Fülle religiöser Kleindenkmale, die der Gegend die Bezeichnung „Madonnenländchen“ eintrug.

Die erste Station unserer Fahrt wird das einstige Amtsstädtchen Adelsheim sein, wo die gleichnamige Freiherrenfamilie drei Adelssitze hinterlassen hat. Das in einem Park gelegene Untere Schloss ist aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorge­gangen, die im 18. Jahrhundert barock umgestaltet wurde. Das Obere Schloss wurde 1504 als stattlicher Giebelbau mit polygonalem Eckerker errichtet. Außerhalb der früheren Stadtmauer liegt die
spätgotische Jakobskirche, deren kostbare Ausstattung beeindruckt. Als Grablege der Herren von Adelsheim birgt sie 61 Grabmäler vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.

Ein 32 m hoher Bergfried aus dem 13. Jahrhundert überragt die imposante Schlossanlage in Bödigheim mit Renaissance-Palas, barockem Herrenhaus, Pavillonbau und Wirtschaftsgebäuden. Seit über 700 Jahren residieren hier die Freiherren Rüdt von Collenberg, die das Gelände 1286 vom Kloster Amorbach zu Lehen erhalten hatten. – Eng verbunden mit der Adelsherrschaft war die Ansiedlung einer jüdischen Gemeinde in Bödigheim. An sie erinnert der große Verbandsfriedhof mit über 1.500 Grabsteinen, zu dem Tote aus 30 umliegenden Orten gebracht wurden.

Das Bauland ist die Heimat des Grünkerns. Der in unreifem Zustand geerntete und dann geröstete Dinkel ist die klassische Spezialität der Region. Um der Feuergefahr entgegenzuwirken, wurden die Darrhäuschen am Rande der Dörfer angelegt. Ein einzigartiges, denkmalgeschütztes Ensemble von 13 Darren hat sich in der Grünkernmetropole Altheim erhalten. Im dortigen Museum wird Gelegenheit sein, Näheres über die Grünkernerzeugung und -vermarktung zu erfahren.

Ein wahres Kleinod, das es am Ende des Exkursionstages zu entdecken gilt, ist die evangelische Dorfkirche in Sindolsheim. Zieht schon der Fachwerkturm mit Glockenerker die Blicke auf sich, so überrascht die reiche Innenausstattung der erst jüngst renovierten Rüdt von Collenbergschen Patronatskirche. Neben qualitätvollen Wandmalereien des 14. Jahrhunderts und einem spätgotischen Kruzifix verdienen die steinernen Herrschaftsemporen, der Rokokoaltar samt der zeitgleich entstandenen Orgel besondere Beachtung.

Treffpunkt: 7.50 Uhr Ludwigsburg, Karlsplatz (hinter der Friedenskirche)
Abfahrt: 8.00 Uhr
Rückkehr: ca. 20.00 Uhr
Führung: Dr. Albrecht Ernst (Stuttgart)
Kosten: Bus, Eintritt, Führungen pro Person
Mitglieder 36,00 €
Schüler, Studenten 18,00 €
Gäste 40,00 €
Hinweis: Kopfbedeckung für männliche Teilnehmer erforderlich



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Sommerfahrten 2012

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Tagsesfahrt am Samstag, 23. Juni 2012

Mosbach und die Kleine Pfalz 

Fachwerk, Schlösser, Kirchen zwischen Neckartal und Odenwald 


Als der deutsche König Ruprecht 1410 starb, hinterließ er vier Söhne, die das pfälzische Territorium unter sich teilten. Der jüngste, Pfalzgraf Otto, wählte Mosbach zu seiner Residenz. Die einst staufische Burg ließ er zu einem fürstlichen Schloss ausbauen und förderte die Stadt, die später den Mittelpunkt eines kurpfälzischen Oberamtes bildete. 

Die malerische Kreisstadt Mosbach mit ihrer beeindruckenden Fachwerkpracht ist das Ziel unserer diesjährigen Studienfahrt. Als erste Station steht das Tempelhaus in Neckarelz auf dem Programm, eine in dieser Form einzigartige Johanniterburg aus der Zeit um 1300. Es schließt sich ein ausführlicher Rundgang durch Mosbachs Altstadt an. Am Marktplatz fas¬zi-niert der reich ornamentierte Renaissancebau des Palmschen Hauses, eines der schönsten Fachwerkgebäude Deutschlands. Eine Besonderheit birgt auch die mittelalterliche Stifts¬kir-che St. Juliana. Seit 1708 feiern Evangelische und Katholiken ihre Gottesdienste unter einem Dach, doch durch eine Mauer getrennt. Durch frühere Handwerkergassen führt der Weg – vorbei an Brunnen, am Salzhaus und am Synagogenplatz – zum ehemaligen Schloss und zum alten Spital. Um einen herrlichen Blick über die giebelreiche Altstadt aus der Vogel¬schau zu genießen, lohnt sich der Aufstieg auf den 34 m hohen Rathausturm. 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ist die etwas außerhalb gelegene Gutleuthausanlage einen Halt wert. In einem seltenen Ensemble haben sich die einstige Behausung für Le¬pra-kranke, die Herberge für Fremde und die spätgotische Kapelle mit wertvollen Wandma¬le¬rei¬en erhalten. Auf den Vorstufen des Odenwaldes liegt das Dorf Lohrbach. Flankiert von einem mächtigen Torturm zieht das dortige Wasserschloss, das die Kurfürsten von der Pfalz im 16. Jahrhundert errichten ließen, die Aufmerksamkeit auf sich. Von der Hochfläche ins nahe Neckar¬tal zurück¬gekehrt, lädt Prinz Ludwig von Baden nach Schloss Zwingenberg ein, das auf schmalem Bergsporn den Fluss beherrscht. Die imposante Burg, die seit dem 13. Jahr-hundert nachweisbar ist, besticht durch ihr geschlossenes wehrhaftes Gesamtbild, durch den wuchtigen Bergfried, durch Befestigungsmauern und Rundtürme. Baulich geht sie in weiten Teilen noch auf die 1632 ausgestorbenen Herren von Hirschhorn zurück, denen auch die kunstgeschichtlich bemerkenswerten Kapellen zu verdanken sind. Nach einem kurzen Gang zur wildromantischen Wolfsschlucht, die Carl Maria von Weber zu seinem „Freischütz“ inspiriert haben soll, begeben wir uns auf die Rückfahrt nach Ludwigsburg. 
Auf der Rückfahrt Zwischenstopp und gemeinsamer Abschluss bei einem Abendessen 

Abfahrt: Ludwigsburg Karlsplatz (hinter der Friedenskirche) 8.00 Uhr 
Rückkunft: Ludwigsburg. Karlsplatz ca. 20.30 Uhr 
Preise: Erwachsene 28,00 €, Jugendliche 18,00 €. 
Fahrt, Führung, Eintrittsgelder 


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Halbtagesfahrt am Samstag, 6. Oktober 2012 

nach Marbach am Neckar auf den Spuren von Tobias Mayer 


Vor 250 Jahren starb der berühmte Mathematiker, Astronom, Geograph, Kartograph und Erfinder Tobias Mayer in Göttingen (* 1723). Sein Geburtshaus in Marbach ist inzwischen ein interessantes Museum. Zum Jubiläumsjahr führt uns Prof. Armin Hüttermann, der Vorsitzende des Tobias-Mayer-Vereins, durch das Haus. Anschließend machen wir mit Stadtarchivar Albrecht Gühring einen kleinen Stadtspaziergang auf Mayers Spuren und besichtigen dabei auch die Ausstellung zu Johann Tobias Mayer (Sohn) im Marbacher Rathaus. 
Zum gemeinsamen Abschluss kehren wir im Gasthaus Ochsen ein. 

Treffpunkt: Cottaplatz/Goldener Löwe 14.00 Uhr 
Anfahrt: S-Bahn Linie 4 bis Marbach, 
Auto L 1100 (Parkplatz Gerberplatz, Bottwartalstraße) 
Gemeinsamer Abschluss: Gaststätte Ochsen in Marbach 18.00Uhr 
Preise: Erwachsene 9,00 €, Jugendliche 5,00 €. 
Führung, Eintrittsgelder 


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